Es ging hoch her – Hersbrucker Zeitung (17.09.2018)

Es ging hoch her

Bei „Club“ gegen Kalchreuth waren viele Emotionen im Spiel

PEGNITZGRUND – Der l.FC Hersbruck und Kalchreuth trennten sich in einem von vielen Emotionen auf und neben dem Platz geprägten Verfolgerduell der Bezirksliga 1:1. Kurz vor Schluss stand die Partie, als Gästetrainer Olivera hinter die Bande verbannt und ein Gästeakteur mit Gelb-Rot vom Platz musste, sogar kurz vor dem Abbruch. Erfolgreich verlief der Spieltag für den SK Lauf, der Buckenhofen 3:1 geschlagen auf den Heimweg schickte und den SV Schwaig, der beim Tabellenzweiten Veitsbronn-Siegelsdorf 2:1 gewann. Immer tiefer in den Keller geht es dagegen für Aufsteiger Sp Vgg Diepersdorf, die daheim gegen Namensvetter Hüttenbach mit 0:6 unterging und auf den vorletzten Platz zurückfiel. An der Spitze bleibt der FSV Stadeln trotz einer 0:4-Schlappe bei Türkspor Nürnberg.

FC Hersbruck – FC Kalchreuth 1:1 Im direkten Verfolgerduell war der Hersbrucker Coach Stefan Erhardt gezwungen in allen Mannschaftsteilen personelle Veränderungen vorzunehmen. Die Gäste aus Kalchreuth, ein häufig genannter Mitfavorit, hatten sich offensichtlich einiges vorgenommen, fanden deutlich besser in die Partie und setzten dem FC frühzeitig im Spielaufbau zu, um selbst schnelle Gegenangriffe zu starten.

Damit hatte die Heimelf längere Zeit Schwierigkeiten und geriet nach einer von vielen Standardsituationen in Rückstand. Gressel kam beim Eckball frei zum Kopfball und brachte sein Team zu diesem Zeitpunkt verdientermaßen in Führung. Arapoglu hatte kurz darauf sogar die Gelegenheit nachzulegen, fand aber in Bauemfeind seinen Meister. Erst ab Mitte der ersten Halbzeit agierte der „Club“ mutiger und verlagerte jetzt das Spiel auch mehr in die gegnerische Hälfte. R. Maas bot sich in der 42.Minute die beste Gelegenheit zum Ausgleichstreffer. Freistehend versäumte er es jedoch den Ball in die Ecke zu schieben und scheiterte an Keeper Mehlig. Aber schon bei der nächsten Angriffsaktion erhielt der Club tatkräftige Kalchreuther Schützenhilfe. Mahler verlängerte eine Flanke per Kopf unhaltbar ins eigene Gehäuse und bescherte dem Club doch noch den Ausgleich vor dem Pausenpfiff. Hersbruck startete nach Wiederanpfiff viel präsenter, war jetzt das aktivere Team mit einem Übergewicht an Spielanteilen. Beinahe hätte Kalchreuth mit einem zweiten Eigentor die Partie komplett gedreht. Die Abwehraktion eines Verteidigers landete dieses Mal aber nur am Innenpfosten. Es gelang zwar jetzt die Gäste auf Distanz vom eigenen Strafraum zu halten. Die letzte Konsequenz, um selbst zum Torerfolg zu kommen, blieb dabei aber etwas auf der Strecke. Erst ab der 70. Minute kam der Gegner wieder zurück ins Spiel und die Hersbrucker Hintermannschaft war wieder stärker gefordert, was mit vereinten Kräften auch gelang. In der Schlussphase kochten die Emotionen, unnötigerweise vor allem von Seiten der Gäste angeheizt, richtig hoch. In der Schlussminute jubelten die Gäste bereits, aber zu früh: P.Bauerfeld klärte noch vor der Linie. Insgesamt gesehen war das 1:1 auch ein leistungsgerechtes Resultat.

Tore: 0:1 Gressel (20.), 1:1 Eigentor Mahler (42.); SR: Tim Lehmaier (TSV Rittersbach).

Hersbruck: Markus Bauemfeind, Lukas Hermann, Daniel Weidinger (56. T.Kara), Rene Bongers, Hannes Herrmann, Ralf Maas, P.

Bauerfeld, D. Kreuzer, Tobias Ascher, Andreas Schimpfhauser (76. P. Dummert), J. Völkel (46. Julian Schneider).

2018-09-18T09:55:27+00:00