Besonderes Vorbereitungsspiel gegen den jüdischen Sportverein Maccabi Nürnberg.
25. Juli 2026Drei Jahre in Folge spielte zuletzt der 1. FC Nürnberg in Hersbruck vor. Die letzten beiden Male im Rahmen des Helmut-Hilpert-Pokals und 2023, als der Stichweg zum Geru-Plast-Sportpark nach dem ehemaligen Jugendspieler des 1. FC Hersbruck und Club-Meisterspieler benannt wurde. Drei besondere Spiele, jedes Mal ein großes Fest für Zuschauer und Fans.
Ein besonderes Spiel veranstalteten die Hersbrucker auch in dieser Saisonvorbereitung. Dabei standen aber eher Spieler und Staff des Heim- und Gästeteams im Mittelpunkt. Zu Gast war der TSV Maccabi Nürnberg, der auch eine enge Verbindung zum 1. FC Nürnberg hat. Seit fast zehn Jahren kooperiert der deutsch-jüdische Sportverein mit dem Club beim Projekt „Jenö-Konrad-Cup – Fußball trifft auf Geschichte“. Ziel hierbei ist, Schülerinnen und Schüler aller Schularten gegen Antisemitismus zu sensibilisieren sowie Begegnungen Jugendlicher aller Religionen auf Augenhöhe mithilfe des Sports zu ermöglichen.
Die verbindende Wirkung des Sports
Neben dem sportlichen Vergleich war bei Maccabis Gastspiel auch der kulturelle und soziale Austausch ein zentraler Bestandteil. Denn wie der ehemalige FCN-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Grethlein mit Blick auf die Beziehung zum TSV Maccabi Nürnberg einst sagte: „Sport verbindet und schweißt zusammen, unabhängig von Religion, Herkunft oder Hautfarbe werden gemeinsam sportliche Erfolge gefeiert, aber auch Niederlagen bewältigt. Gerade im Sport kann man lernen: Wer gegeneinander spielt, spielt letztlich immer auch miteinander.“
Spende für die Integrationsarbeit von Maccabi
Miteinander wurde dann im Anschluss an die Partie neben dem Sportplatz gefeiert. Bei Gegrilltem und kühlen Getränken ließen beide Mannschaften den Abend gemütlich ausklingen. Und wie in den vergangenen beiden Jahren im Rahmen des Helmut-Hilpert-Pokals, war es dem 1. FC Hersbruck auch heuer ein Anliegen, gemeinsam mit seinen Förderern ein soziales Projekt in der Region zu unterstützen. So gab es noch eine Spende von 500 Euro für die Integrationsarbeit des TSV Maccabi, wofür sich Anatoli Djanatliev, 1. Vorsitzender von Maccabi Nürnberg sowie Vizepräsident des jüdischen Turn- und Sportdachverbands Makkabi Deutschland, auf das Herzlichste bedankte.
Das Freundschaftsspiel, das diese Bezeichnung absolut verdiente, entschied übrigens der TSV Maccabi Nürnberg, trotz etlicher guter Chancen des FCH, mit 3:2 für sich. Zweimal Roman Forostyna sowie Matvii Vyhivskyi erzielten die Tore für Maccabi, Robin Frisch traf für die Hersbrucker doppelt.
